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Dübendorf - Schwerzenbach - Volketswil

In und um Gfenn, an der Grenze von Dübendorf zu Schwerzenbach und Volketswil, wird an der Etablierung eines Netzwerkes wertvoller Hecken-, Saum- und Böschungslebensräume gearbeitet.
Bei den betroffenen Lebensräumen handelt es im Wesentlichen sich um "vergessene", landwirtschaftlich kaum interessante Flächen im Besitz der Stadt Dübendorf, die in Absprache und unter Aufsicht des Naturschutzberaters der Stadt Dübendorf, Dr. Klaus Mechsner, aufgewertet werden.
In das Vernetzungsprojekt einbezogen sind neben städtischen Flächen solche im Besitz der SBB, des Naturschutzvereins Dübendorf, sowie von Privatpersonen und Firmen (Schwerzenbach).
In einigen dieser Habitate bestehen kleinere Leuchtkäfer-Populationen, für die südlich davon gelegenen Biotope besteht die Hoffnung, dass sich Glühwürmchen im Verlauf der Aufwertung ansiedeln können.
Hier werden unter der Leitung von Thomas Winter von der Pflegeequippe SWO (Dübendorf) mit Unterstützung des GLÜHWÜRMCHEN PROJEKTS folgende Arbeiten unternommen:
 
Saumpflege: im Frühjahr (April) werden Fettgräser- und Problemkräuterbestände entlang Gehölz- und Staudensäumen mit Handsense gemäht. Dadurch können Wucherbestände geschwächt werden. Im Sommer werden dieselben Bestände von Hand ausgejätet, das Jätgut wird verbrannt. Als Problempflanzen gelten insbesondere Kratz- und Brombeeren und Goldruten. Durch mehrjährige Pflege soll erreicht werden, dass sich eine einigermassen stabile, vielfältige Saumvegetation ausbilden kann.
Heckenpflege (Winter): zur Ausbildung von Nischen und abwechslungsreichen Strukturen und Expositionen werden Buchten gebildet. Mulch und Schnittgut werden in der Hecke deponiert (attraktiv für Schnecken, Glühwürmchen usf.).
Wiesenmahd: erfolgt abschnittweise, stellenweise werden Altgrasbestände stehen gelassen. Somit werden Rückzugsbereiche für Wiesentiere und ein Mosaik von unterschiedlichen mikroklimatischen Situationen geschaffen. Nester von Wiesenameisen werden vor dem Schnitt markiert bei der Mahd (Balken) umfahren, um Grünspecht das Auffinden von Nahrung (Ameisen) zur Jungenaufzucht zu ermöglichen.
Anlage von Kleinstrukturen und Vernetzungselementen: Ast- und Steinhaufen sowie Steinriegel als Vernetzungsstrukturen mit Sonnplätzen, Verstecken usf. für Insekten und Wirbeltiere, begleitet von Brachen, Büschen oder Krautsäumen.
Das Netzwerk des Projektes Dübendorf-Schwerzenbach ist nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil es an das Chrutzelried grenzt, ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung, und mit der Bahnlinie über einen linearen Vernetzungskorridor verfügt.
Innerhalb weniger Jahren ist es gelungen, in einer zuvor weitgehend ausgeräumten Landschaft ein Biotop-Netzwerk zu etablieren, welches auch im LEK (Landschafts- Entwicklungskonzept), das gegenwärtig vorbereitet wird, Berücksichtigung finden wird.
Dübendorf: früher Dübendorf: heute
Vernetzungsprojekt Dübendorf - Schwerzenbach: Situation 2003