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| Kleines Glühwürmchen, Weibchen und Männchen |
Lebensraum:
Waldränder, Gebüsche, feuchte
Wiesen, Weinberge, Gärten, Parks, in Laub und Moos, unter faulendem
Holz, auch Ruderalflächen
nie in dichtem Wald, nie in Nadelwäldern
ähnliche Ansprüche wie Grosses
Glühwürmchen
Verbreitung:
östliches Mitteleuropa von Nordsee/Ostsee
(fehlt in Dänemark und Skandinavien), auch Süddeutschland, Österreich,
Italien bis Balkan, Kaukasus
Schweiz:
Tessin, Bündner Südtäler, Engadin, Schaffhausen
und einige wenige weitere Stellen im Mittelland.
Eier:
Eiablage am Boden in der Nähe
des Leuchtplatzes, gern an Graswurzeln, unter Steinen, in Waldboden (nicht
tief)
Larven:
asselähnlich, sehen aus wie vertrocknete
kleine Nacktschnecken, wirken ovaler als die Larven der Grossen Glühwürmchen,
weniger gestreckt, braunschwarz, ohne orangefarbene Fleckenreihe am Rand,
Halsschild verhältnismässig grösser, Kiefer nicht vorgestreckt,
überwintern mehrmals, häuten sich 5-mal, Entwicklungsdauer 3
Jahre
ebenfalls mit Leuchtorganen (weniger
hell als ausgewachsene Tiere), leuchten eher selten (2 feine Lichtpunktepaare,
links und rechts seitlich)
weniger agil und mehr auf Bodennähe
fixiert als Larven des Grossen Glühwürmchens (welche gern in
Vegetation herumklettern, gelegentlich auch an Baumstämmen)
Ernährung:
von Schnecken, deren Schleimspur verfolgt
wird. Nackt- und Gehäuseschnecken. Nacktschnecken bis doppelt solang
wie Larve, Häuschenschnecken bis Gehäusedurchmesser von ca. 1
cm. Schnecken werden mit Giftbissen überwältigt, an Ort und Stelle
gefressen oder vor dem Fressen fortgeschleppt. Die ausgewachsenen Tiere
nehmen keine Nahrung mehr zu sich (nur die Larven)
Puppen:
Puppenstadium etwa 7 Tage
Weibchen:
10 mm
hell (im Gegensatz zum dunklen Grossem
Glühwürmchen), mit Halsschild (über dem Kopf) und Flügelstummeln,
flugunfähig
leuchten sitzend im Gras
Tod ein paar Tage nach Paarung (und
nach Eiablage)
Männchen:
8 bis 10 mm
flugfähig
kriechen leuchtend Pflanzenstängel
hoch, fliegen leuchtend in enger werdenden Schleifen in ca. 2 m Höhe
über Weibchen, lassen sich dann zielgenau fallen
Tod kurz nach Paarung (Paarung dauert
ca. 15 Min.)
Leuchten:
warme Mittsommernächte
Juni - Juli (Johannistag 24. Juni).
In tieferen Lagen ca. 2. Junihälfte, in höheren im Juli
Licht grünlich
leuchten sitzend (= Weibchen, z. B.
auf Gräsern, Brennnesseln) und im Flug (= Männchen)
Flug ruhig, kreisend. Aktiv bis um
Mitternacht.
Leuchtperiode (ca. 2 Wochen) kürzer
als bei Grossem Glühwürmchen (bis 4 Wochen, ganz vereinzelt auch
länger leuchtende Einzeltiere)
auch Larven können fein leuchten
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