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| Kleines Glühwürmchen, Weibchen und Männchen |
Lebensraum:
Waldränder, Gebüsche,
feuchte
Wiesen, Weinberge, Gärten, Parks, in Laub und Moos, unter
faulendem
Holz, auch Ruderalflächen
nie in dichtem Wald, nie in
Nadelwäldern
ähnliche Ansprüche wie
Grosses
Glühwürmchen
Verbreitung:
östliches Mitteleuropa von
Nordsee/Ostsee
(fehlt in Dänemark und Skandinavien), auch
Süddeutschland,
Österreich,
Italien bis Balkan, Kaukasus
Schweiz:
Tessin, Bündner Südtäler, Engadin, Schaffhausen
und einige wenige weitere Stellen im Mittelland.
Nachweis 2010: Zürich,
Bucheggplatz
Eier:
Eiablage am Boden in der
Nähe
des Leuchtplatzes, gern an Graswurzeln, unter Steinen, in
Waldboden
(nicht
tief)
Larven:
asselähnlich, sehen aus wie
vertrocknete
kleine Nacktschnecken, wirken ovaler als die Larven der Grossen
Glühwürmchen,
weniger gestreckt, braunschwarz, ohne orangefarbene Fleckenreihe
am
Rand,
Halsschild verhältnismässig grösser, Kiefer nicht
vorgestreckt,
überwintern mehrmals, häuten sich 5-mal,
Entwicklungsdauer 3
Jahre
ebenfalls mit Leuchtorganen
(weniger
hell als ausgewachsene Tiere), leuchten eher selten (2 feine
Lichtpunktepaare,
links und rechts seitlich)
weniger agil und mehr auf
Bodennähe
fixiert als Larven des Grossen Glühwürmchens (welche
gern in
Vegetation herumklettern, gelegentlich auch an Baumstämmen)
Ernährung:
von Schnecken, deren Schleimspur
verfolgt
wird. Nackt- und Gehäuseschnecken. Nacktschnecken bis
doppelt
solang
wie Larve, Häuschenschnecken bis Gehäusedurchmesser
von ca. 1
cm. Schnecken werden mit Giftbissen überwältigt, an
Ort und
Stelle
gefressen oder vor dem Fressen fortgeschleppt. Die
ausgewachsenen Tiere
nehmen keine Nahrung mehr zu sich (nur die Larven)
Puppen:
Puppenstadium etwa 7 Tage
Weibchen:
10 mm
hell (im Gegensatz zum dunklen
Grossem
Glühwürmchen), mit Halsschild (über dem Kopf) und
Flügelstummeln,
flugunfähig
leuchten sitzend im Gras
Tod ein paar Tage nach Paarung
(und
nach Eiablage)
Männchen:
8 bis 10 mm
flugfähig
kriechen leuchtend
Pflanzenstängel
hoch, fliegen leuchtend in enger werdenden Schleifen in ca. 2 m
Höhe
über Weibchen, lassen sich dann zielgenau fallen
Tod kurz nach Paarung (Paarung
dauert
ca. 15 Min.)
Leuchten:
warme Mittsommernächte
Juni - Juli (Johannistag 24.
Juni).
In tieferen Lagen ca. 2. Junihälfte, in höheren im
Juli
Licht grünlich
leuchten sitzend (= Weibchen, z.
B.
auf Gräsern, Brennnesseln) und im Flug (= Männchen)
Flug ruhig, kreisend. Aktiv bis
um
Mitternacht.
Leuchtperiode (ca. 2 Wochen)
kürzer
als bei Grossem Glühwürmchen (bis 4 Wochen, ganz
vereinzelt
auch
länger leuchtende Einzeltiere)
auch Larven können fein
leuchten
-x-