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| Grosses Glühwürmchen: Weibchen und Männchen |
Lebensraum:
Waldränder, Gebüsche, feuchte
Wiesen, Weinberge, Gärten, Parks, in Laub und Moos, unter faulendem
Holz, auch Ruderalflächen, Bahnböschungen und trockene, magere
Wiesen. Oft in Nähe von offenem Wasser
nie in dichtem Wald, nie in Nadelwäldern
offenbar ähnliche Ansprüche
wie Kleines Glühwürmchen, kann sich aber besser gegen Trockenheit
schützen als das Kleine Glühwürmchen.
Verbreitung:
grosse Teile Eurasiens von Skandinavien
und Spanien bis Sibirien. Auch in England, fehlt in Irland
Schweiz:
fast ganze Schweiz, bis 2000 m Höhe steigend
Eier:
Eiablage am Boden in der Nähe
des Leuchtplatzes, gern an Graswurzeln, unter Steinen, in Waldboden (nicht
tief). Ca. 60-90 Eier, schwach leuchtend. Larven schlüpfen nach etwa
1 Monat (je nach Temperatur)
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| Weibchen mit Eiern (Photo Patrick Steinmann) |
Larven:
etwas "wurm"- oder asselähnlich,
gleichen ausgewachsenen weiblichen Tieren, jedoch mit orangefarbener Fleckenreihe
am Rand
mit Leuchtorganen (weniger hell als
ausgewachsene Tiere), leuchten nicht immer (feines Lichtpunktepaar am Hinterleib)
mehrjährige Entwicklung:
- 1. Überwinterung im 1. Larvenstadium
- im folgenden Jahr mindestens 3 Häutungen
- 2. Überwinterung also i. a.
im 4. Stadium
- im nächsten Jahr weniger Häutungen
- 3. Überwinterung, ev. noch
4.
(nach E. Wunsch; nach J. Tyler 2-jähriger
Entwicklungszyklus)
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| Lampyrislarve mit Haarschnecke
Photo: Heinz Schrämmli und Philippe Ritz |
Lampyrislarve mit Nacktschnecke
(Arion)
Photo: Heinz Schrämmli und Philippe Ritz |
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| Larven (Photo Stefan Ineichen) | ![]() |
Ernährung:
von Schnecken, deren Schleimspur verfolgt
wird. Nackt- und Gehäuseschnecken. Schnecken werden mit mehreren Giftbissen
überwältigt (Gehäuseschnecken meist vom schleimfreien Häuschen
aus, reitend). Schnecken können dann meterweit fortgeschleppt werden
(in spannerartiger Rückwärtsbewegung mit Hilfe des Haftorgans
am Körperende der Larve), bevor sie etwa unter Laubhaufen in stundenlangem
Kauen aufgefressen werden. Beute oft in 1-1.5 Tagen völlig ausgefressen.
In den ersten 14 Tagen nach dem Schlüpfen aus dem Ei fressen die Larven nicht (Robin Scagell, pers. Mitt. Juni 2007)
Die ausgewachsenen Tiere nehmen keine Nahrung mehr zu sich (nur die Larven)
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Larve überwältigt Tigerschnecke
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Larven im Herbst 2008 beobachten
Puppen:
in kleiner Höhle in Boden, Puppenstadium
dauert ca. 2 Wochen
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| Lampyris-Puppe |
Weibchen:
15 bis 20 mm
wie Larve, dunkel, im Gegensatz zu
Larve ohne orange Fleckenreihen an den Seiten mit Halsschild (über
dem Kopf) und Flügelstummeln, flugunfähig
leuchten sitzend im Gras bis ein Paarungspartner
ankommt
Tod ein paar Tage nach Paarung und
Eiablage
zweimal
das gleiche Bild - einmal mit, einmal ohne Blitzlicht (Photo Patrick Steinmann)
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| Weibchen - beim Männchen-Anlocken - Bilder aus der Homepage des UK Glow Worm Survey (siehe LINKS) | ![]() |
Männchen:
10 bis 12 mm
flugfähig
kriechen Pflanzenstängel hoch,
fliegen unbeleuchtet in wenigen Metern Höhe, wohl Leitstrukturen (Waldränder,
Böschungen) entlang, lassen sich zielgenau zu Weibchen fallen
Tod kurz nach Paarung
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| Paarung (Bild aus Kay Hinrichs 2003:11) | Lampyris-Männchen (in LED-Falle) (Bild aus Kay Hinrichs 2003:52) |
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| Paarungsversuche - Bild aus der Homepage des UK Glow Worm Survey (siehe LINKS) |
Leuchten:
warme Mittsommernächte
Juni - Juli (Johannistag 24. Juni
- daher "Johanniskäfer" oder "Johanniswürmchen"). In tieferen
Lagen eher 2. Junihälfte, in höheren im Juli
Licht grünlich, leuchten nur
sitzend (= Weibchen, z. B. auf Gräsern, Brennnesseln)
aktiv bis etwa um Mitternacht.
Leuchtperiode bis 4 Wochen, vereinzelt
auch später leuchtende Einzeltiere
auch Larven können fein leuchten
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Vergleich Leuchten von Lampyris und Lamprohiza