Massnahmen zur Förderung von Glühwürmchen, Lampyris noctiluca, in Landschaft und Garten
Massnahmen
Ziele
 
lückige Vegetation mit Besonnung bis an Boden
Rückzug bei warm-trockenem Wetter
Larvenaktivität allgemein
Schnecken-
vielfalt
Vernetzung
Verpuppungs-
plätze
Leuchtplätze für Weibchen
Suchflug Männchen
Bemerkungen
Schnitt mit Sense (Hand) oder Balken Dichte Gräserbestände im Mai schneiden, artenreiche Kräuterzonen im August. Kein Schnitt in Leuchtperiode (Ende Juni-Ende Juli). Nicht mit Schlegel- oder Fadenmäher: Gefahr der Zerstörung von Glühwürmchen, Schnecken usf. 
alternierender Schnitt
Schnittguthaufen an Saum deponieren am Rand zu Gehölz, nicht auf magere Stellen, Nährstoffabfluss vermeiden!
Säume aufkommen lassen, "Wucherpflanzen" (Disteln, Goldruten, Brombeeren...) ausjäten einseitige Hochstaudenfluren u. ä. verhindern Besonnung des Bodens, haben geringe Diversität (Strukturen, Schnecken)
Schilf, Goldruten und andere hochwüchsige Pflanzen aus Wiesen entfernen "
keine intensive Beweidung eher Kühe als Schafe, Schafbeweidung wird in der Schweiz meist zu intensiv gehandhabt.
Verbuschung von Böschungen usf. verhindern Männchen folgen anscheinend im Suchflug Strukturen wie Waldränder, Böschungen
Waldrand auslichten; Heckenpflege als Leuchtplätze scheinen oft südexponierte Stellen zu dienen
Asthaufen
Laub liegen lassen
Trockenmäuerchen und andere Kleinstrukturen Steinhaufen, Wurzelstöcke, Holzbeigen...
keine Dünger
keine Insektizide und Schneckenkörner
keine Herbizide (Rasen) erfahrungsgemäss finden sich keine Glühwürmchen in mit Herbiziden und Düngern behandelten Rasen
keine künstliche Beleuchtung Licht behindert Larvenaktivität, stört Männchen (Weibchen glühen gelegentl. auch an hellen Stellen)

aufgrund von Erfahrungen (v. a. von Thomas Winter SWO Dübendorf) und Literatur (John Tyler: The Glow-worm, Sevenoaks 2002) zusammengestellt von Stefan Ineichen Nov. 2002